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Pressemitteilung | 16.07.2024

Umfrage: Ausbildungsbetriebe leisten großartige Arbeit

+++ knapp 1.600 Auszubildende des ersten Ausbildungsjahres beteiligen sich an Umfrage der sächsischen IHKs +++ Berufsorientierung auch in Gymnasien relevant +++ Überwältigender Anteil der Auszubildenden würde Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen +++

Leipzig, 16. Juli 2024: Die Auswertung der diesjährigen Umfrage unter Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr (2023/24) der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig spiegelt die Zufriedenheit der Befragten wider. Insgesamt 87 Prozent der Auszubildenden in IHK-Berufen würden die Ausbildung in ihrem Unternehmen weiterempfehlen.

„Die guten Umfrageergebnisse sind vor allem Lob, Dank und Wertschätzung für die Arbeit der Ausbildungsbetriebe.“, so Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig. „Wir fühlen uns bestärkt, Jugendliche und junge Erwachsene für eine duale Ausbildung in der Wirtschaft zu begeistern und bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Der überwiegenden Mehrheit der Azubis haben Betriebspraktika und der persönliche Kontakt in die Unternehmen bei der Berufswahl geholfen. Wir werden als IHK gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen diese Möglichkeit der Berufsorientierung in den nächsten Jahren weiter ausbauen.“

Die größte Rolle bei der Entscheidung für einen Ausbildungsbetrieb spielen nach wie vor Eltern und das soziale Umfeld der jungen Menschen. Aber auch die Internetseiten der Betriebe, Stellenanzeigen in Online-Börsen sowie Social Media Auftritte nehmen für die Suche des Ausbildungsbetriebes an Bedeutung zu. „Darüber müssen sich die Unternehmen im Klaren sein. Wer im Netz nicht oder zu wenig unterwegs ist, wird immer weniger gefunden.“, so Kristian Kirpal. Die bundesweite IHK-Azubi-Kampagne „JETZT#KÖNNENLERNEN – Ausbildung macht mehr aus uns“ will jungen Menschen Lust auf Ausbildung machen und Unternehmen beim Werben um ihren Nachwuchs unterstützen.

Umfrage unter Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr 2023/24

Ergebnisse und Zahlen im Überblick:

  1. Etwa 76 Prozent der Auszubildenden gaben an, ihren Wunschberuf zu erlernen. Für 82 Prozent der Befragten handelt es sich um die erste Ausbildung. Weitere 13 Prozent der Teilnehmenden haben bereits eine Ausbildung oder ein Studium abgebrochen. Daher gilt es, aktiv in der Phase der beruflichen Neuorientierung für Abbrechende zu unterstützen und bestehende Angebote beizubehalten. Auffallend ist, dass 21 Prozent der Befragten über ein Abitur oder Fachhochschulreife verfügen. Daraus wird sich die Relevanz von flächendeckender Berufsorientierung an Gymnasien ersichtlich.
  2. Praktika sowie Praxiserfahrung stellten für 51 Prozent der Auszubildenden des ersten Lehrjahres die mit Abstand hilfreichsten Berufsorientierungsangebote dar. Etwa 41 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen nutzten Online-Recherchen oder soziale Netzwerke, um sich im Rahmen der Berufsorientierung zu informieren und eine Entscheidung bei der Berufswahl zu treffen. Dies zeigt, dass ein guter Internetauftritt von Unternehmen bei der Berufswahlentscheidung junger Menschen ausschlaggebend sein kann. Gut 49 Prozent der Befragten nahmen an Ausbildungsmessen teil oder nutzten die Angebote der Berufsberatung.
  3. Fast alle Jugendlichen entschieden sich für eine Ausbildung, weil ihnen der Bezug zur Praxis wichtig bis sehr wichtig ist (93 Prozent) und ihre beruflichen Aufgaben ihren Interessen entsprechen sollen (93 Prozent). Die Auszubildenden denken dabei ebenso an Ihre berufliche Zukunft, denn gute Übernahme- und Karrierechancen erhoffen sich dabei 90 Prozent der Teilnehmenden. Für mehr als die Hälfte der Jugendlichen (59 Prozent) spielte bei der Wahl der Ausbildung die Nähe der Berufsschule zum Heimatort eine wichtige Rolle.
  4. Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) brauchten nur maximal fünf Bewerbungen senden, um den gewünschten Ausbildungsplatz zu erhalten. 17 Prozent der Auszubildenden benötigten maximal zehn Bewerbungen für den Vertragsabschluss. Nur 4 Prozent der Auszubildenden schickte mehr als 20 Bewerbungen und 1 Prozent aller Teilnehmenden versendete mehr als 40 Bewerbungen.
  5. Ausbildungsinteressierte fanden fast immer das passende Angebot in der Nähe zum Wohnort. Gerade einmal 13 Prozent der Auszubildenden haben für die Aufnahme der Berufsausbildung den Wohnort gewechselt. Ebenso beanspruchen 16 Prozent der Auszubildende einen Wohnheimplatz. Dies könnte an mangelnden Plätzen liegen oder an der sinkenden Bereitschaft, für die Ausbildung umzuziehen. 
  6. Lange Fahrzeiten zur Berufsschule sind nach wie vor ein großes Thema. 28 Prozent aller Azubis fahren länger als eine Stunde für eine Strecke von der Wohnung zur Berufsschule.
  7. 87 Prozent der Auszubildenden würden ihren Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen. Dabei schätzen fast alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen (92 Prozent) besonders das gute Betriebsklima, das gute Verhältnis zum Ausbilder (93 Prozent) sowie das positive Image des Betriebes (93 Prozent). Gut dreiviertel (76 Prozent) der Jugendlichen bescheinigten ihrem Betrieb die Zahlung einer hohen Ausbildungsvergütung sowie Karriere- und Aufstiegschancen.
  8. Um auch weiterhin Jugendliche für die duale Berufsausbildung auf allen Kanälen begeistern zu können, sollten Unternehmen auch auf Social Media vertreten sein. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind auf Instagram (81 Prozent), YouTube (62 Prozent) und TikTok (59 Prozent) unterwegs. Auch hier ist die IHK-Azubi-Bundeskampagne aktiv. 39 Prozent der Befragten gaben an, Angebote von Ausbildungsbetrieben auf Social Media wahrzunehmen.

(Befragungszeitraum April / Mai 2024)

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